At Sea

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So hier sind nun endlich die ersten Impressionen aus Istanbul und auch wenn ich nicht schwimmen gehen konnte, liebe ich es enfach das Meer bei Nacht mit all den schönen Lichtern anzusehen. Vielleicht geht es mir so, weil ich nie längere Zeit bei einem Meer gelebt habe, aber ich werde immer sowohl glücklich, als auch ein wenig melancholisch (so änhlich wie in einem Woody Allen Film, versteht ihr was ich meine?), wenn ich aufs Meer schaue.

Und ich habe nachgedacht…vor ein paar Wochen habe ich euch ein Versprechen gegeben. Das ich, im Gegensatz zu vielen anderen Bloggern euch nicht nur die guten, sondern auch die schwierigen Seiten in meinem Leben zeige. Und ich habe bemerkt, dass ich mein Versprechen leider gebrochen habe. Aber wie kommt es, dass es einem einfach so viel leichter fällt über gute Tage, Brunch mit Freunden, Urlauben oder sogar eine neue Tasche zu schreiben? Und es ist tausend Mal schwieriger, anstatt sich gar nicht zu melden und (außer kleinen Details) nichts preiszugeben, versucht seine Probleme in Worte zu fassen.

Auch wenn ich für andere eine Inspiration sein möchte, bin ich gerade in einer Phase, in der ich auch für mich nicht inspirierend bin – oder in anderen Worten, ich bin zur Zeit einfach gar nicht inspiriert. Also dachte ich, ich habe den Hauptgrund zu bloggen in den letzen Wochen verloren. Es ist nicht so, dass mir etwas bestimmtes Großes, Schlimmes widerfahren ist, sondern all diese kleinen Dinge haben langsam aber sicher zu diesem Gefühl geführt, dass sich stätig in mein Leben geschlichten hat. Eines dieser kleinen Dinge, ist mein Problem mit meinem Gewicht. Ich habe euch doch vor einigen Wochen über meinen Plan erzählt, mit 10 Weeks body change Gewicht zu verlieren. Und danach habt ihr ja auch nie wieder darüber etwas gehört. Das liegt daran, dass es leider einfach nicht der richtige Zeitpunkt in meinem Leben war, mit dem Programm zu starten und ich daher miserabel versagt habe. Also habe ich wegen diesem „Problem“ schon ein schlechtes Gewissen. Der zweite größere Punkt, der noch dazu kommt, ist die Sache mit meiner Arbeit und meinem Studium. Ich habe mich immer als arbeitende, sich entwickelnde und vor allem kreative Person identifiziert, aber sagen wir mal so, ich bin leider ein Ass im Aufschieben. Immerhin sitze ich an meiner Bachelor Arbeit nun schon fast ein Jahr! Und während es mein Leben am Anfang vielleicht einfacher gemacht hat, jagt es mich nun umso mehr. Es rücken nicht nur Abgabetermine immer näher und machen somit Druck, nein viel schlimmer ist, dass ich eines der Dinge verloren habe, die mir am wichtigsten sind – und zwar die Fähigkeit etwas zu erschaffen, und auch wenn das nicht gerade kreativ ist (und glaubt mir, meine Uni Arbeiten sind nicht kreativ), so ist das immer noch besser, als gar nichts zu erschaffen.

Während ich also daran arbeite all dies zurückzubekommen, man kann vielleicht sagen, meinen „flow“ zurückzubekommen, aber im Besonderen meine Leidenschaft, meine positive Einstellung und sogar meine manchmal naive, romantisierende Sicht aufs Leben zurückzuholen, ist mir etwas klargeworden: Und zwar, dass ich immer noch keinen Grund habe, nicht all das mit euch zu teilen. Ja ich bin vielleicht dadurch nicht die inspirierende Bloggerin, bei der gerade alles glatt läuft, aber vielleicht kann ich ein paar von euch, denen es manchmal so geht wie mir, zeigen, dass ihr nicht alleine seid. Und, dass es schwierige Zeiten für jeden, und zwar wirklich JEDEN gibt. Aber diese herausfordernde Zeiten, egal wie lang sie auch dauern, können einem dabei helfen an ihnen zu wachsen und ein Schritt dafür zu sein, stärker aus ihnen hervorzugehen.

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// So here are finally the very first impressions of Istanbul and even though I wasn’t able to go for a swim, I just enjoyed looking at the sea at night, with all the beautiful lights. Maybe it’s because I’ve never lived at the sea, but I almost every time get both a little happy and a little melancholic (or better described as this feeling you get from Woody Allen’s movies, do you know what I mean?) being there.

And I’ve been thinking… A few weeks ago I made a promise to you. That I would, in contrast to many other bloggers, not only show you the good parts of my life, but also the not so good parts. And as you may have noticed, I’ve been having a really hard time in keeping that promise. How does it come, that it is so much easier talking about good things happening, nice days out with friends having brunch, vacations or even showing you a new bag? And it’s a thousand times more difficult, to, instead of playing dead silence and (except for little details) hiding most of my daily life, go to you guys and talk about it.

Even though I want to be inspirational to others, I’m at a phase right now, that I’m not really inspirational to myself – or in other words, I’m not inspired. So I thought that I sort of lost my main purpose on blogging the last weeks. It’s not that something big happened in particular, but all the small things just caused this feeling that slowly and steadily made its way into my life and grew bigger with time. One part of those reasons, is the issue with my weight. I once opened up to you, talking about my plan to lose weight with the help of the 10 weeks body change, but it was maybe the worst timing of all and I just couldn’t stick to it. So no I also have a guilty conscience for that. The second part deals with my work/studying life. I always identified myself always as a working, developing and creative person, but let’s just say I’m also a pro at procrastinating. I’ve been sitting on my bachelor thesis for almost a year now! And while it made my life easier in the beginning, this haunts me down every time sooner or later. Not only because deadlines are getting closer, but even more because I lose one of the most important things, that I need to be happy – the ability to create something, and even if it’s not creative (and believe me, most of my university work isn’t), it is still better than nothing.

And while I’m working on getting all that back, getting my „flow“ and most especially my passion, positivity and sometimes even naive romanticized outlook on life back, I realized there’s still no reason not to share this with you. Maybe not as an inspiration (okay definitely not as an inspiration) but to show some of you, that may feel the same way from time to time, that you are not alone. That there are difficult times for everyone. And sometimes even those really challenging times, that last longer than you want them to, just bring you a step closer to getting stronger out of it.

xx Jasmin

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