Welcome 2016

Jasmin-christmas-sweater-1 Jasmin-christmas-sweater-2

Hallo ihr da draußen, wo soll ich anfangen?

Ihr habt das letzte Mal von mir vor gut drei Monaten gehört und außer den gelegentlichen Instagram Bildern bin ich auch auf allen sozialen Kanälen offline gewesen. Auch wenn ich euch öfter erklären wollte, was in mir vorgeht, hat der Zeitpunkt irgendwie nie gepasst, oder eigentlich meine Verfassung nicht.
Ich hatte letztes Jahr ein schwieriges Jahr. Nicht weil es ein besonderes Ereignis gab, auch wenn die politische Situation nicht gerade geholfen hat, sondern aus so vielen kleinen Gründen.

Ich habe es geschafft, mir mit all meinen Träumen, Wünschen, Vorstellungen und vor allem Erwartungen an mich selbst ein Bild von mir zu schaffen, wie ich zu sein habe und was ich nicht alles zu erreichen habe. Ein Bild, dem ich einfach nicht gerecht werden konnte und das hat mich fertig gemacht. Auch wenn sich das für manche von euch vielleicht lächerlich anhört, aber das hat sogar schon bei einem (blöden) Selfie für Instagram begonnen. Wie so viele junge Mädchen da draußen, spürte ich den Druck (oder mache ihn mir selber wahrscheinlich mehr, als er wirklich von außen kommt) immer besser, vorzeigbarer sein zu müssen – einfach #onfleek.

Und wenn wir mal ehrlich sind, jetzt, wo wir auch noch mit privaten Einblicken und teilweise stündlichen Updates von diversen SängerInnen, Sternchen, Star-Bloggern und anderen schönen, erfolgreichen Menschen gefüttert werden, ist es einfach so verlockend sich in diese Welt reinziehen zu lassen. Wo immer alles perfekt sein muss, man immer geschminkt sein muss, und natürlich passiert alles ohne Mühe (oder zumindest ist die Gefahr das zu glauben). Damit will ich nicht sagen, dass die Message von allen ist, und doch tragen wir irgendwie alle zu dem Bild bei. Ein Bild, das in den meisten Fällen nicht einmal realistisch ist, sondern durch Photoshop und Co. erzeugt worden ist.

Auch wenn mir das alles, wie so vielen von euch sehr wohl bewusst ist, bin ich genau in diese Falle getappt. Anstatt mich gut zu fühlen, habe ich mich immer schlechter gemacht, weil ich nicht aufhören konnte mich mit allen zu vergleichen, die in irgendeiner Art und Weise „besser“ sind als ich. Und in einer Zeit in der wir so gut um den ganzen Globus vernetzt sind, muss man auch gar nicht lange suchen, um jemanden zu finden, der einen mit nur ein wenig Mühe Minderwertigkeitskomplexe vermitteln kann.

Versteht mich nicht falsch, ich werde jetzt sicher nicht anfangen, mich nicht mehr zu schminken, oder aufhören zu versuchen viele Dinge in meinem Leben für mich schöner zu gestalten. Ich habe jedoch in meiner Auszeit gelernt, wieder auf mich zu hören. Also nicht ständig auf Rückmeldung angewiesen zu sein, sondern viele Dinge einfach zu machen, weil ich sie gerade schön finde oder machen will – und nicht weil sie Teil eines großen, wichtigen Plans sind, oder jemanden beeindrucken müssen. Zweitens: Nein, es muss nicht immer alles perfekt sein, um schön zu sein. Ich trage jetzt zum Beispiel die meiste Zeit weniger Makeup und fühle mich trotzdem wohl.

Ich versuche einfach mir weniger Druck zu machen. Wir bekommen nämlich alle schon genug Druck von außen, da muss man nicht selber auch noch zum schlimmsten Kritiker des eigenen Ichs werden. Natürlich ist das ein langer und langsamer Prozess, aber welche wichtige Veränderung ist das nicht?

Ich hoffe also, dass ihr in Zukunft vielleicht nicht immer eine perfekt gestylte (oder zumindest so nahe dran, wie es für mich möglich war) Fremde sehen werdet, sondern mich. Jemand, der mit Spaß am Leben dabei ist. Jemand, der sich verschiedene Projekte überlegt, nicht nur weil es gerade gesponsert wird, sondern auch einfach um sich selbst ein wenig zu fordern und neue Dinge auszuprobieren.

Jemand der inspiriert ist und Freude am Bloggen hat und der hoffentlich all das mit euch teilen kann. Denn darum geht es hier eigentlich. Nicht, ein digitales Ich zu erschaffen, dem ich nicht mal selbst gerecht werden kann. Sondern mit euch allen in Kontakt zu treten, Ideen auszutauschen und unseren Blog mit Erinnerungen, Inspirationen und Freude zu füllen. Und zum ersten Mal seit langem platze ich wieder vor Ideen.

xx Jasmin

PS: Mein nächster Post wird nicht so lang und bedeutungsgeschwängert – versprochen 😛

Folge:
Share:

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*