The 90s Club

marc jacobs watch plussize curvy bodypositivity gold blogger weightloss story before after picture Ich bin seit Jahren endlich wieder UHU! Okay, den meisten von euch wird das Gott sei dank kein Begriff sein – wir reden hier nämlich von einer Nummer auf der Waage und UHU ist kurz für Unter HUundert. Ja, ich habe mich lange dafür geschämt und wollte auch in unseren ersten Outfitposts mein Gewicht immer verstecken. Aber dank meiner Auseinandersetzung mit Body Positivity, dem Einfluss von inspirierenden Vorbildern wie Ashley Graham und dank #fuckthesize, habe ich es geschafft mich endlich meinem Gewicht zu stellen. Alle, die einen ähnlichen Kampf wie ich kämpfen wissen bestimmt etwas, das am Besten jeder Mensch auf der Welt wissen sollte: Die meisten stark übergewichtigen Menschen sind nicht dick weil sie einfach gerne essen. Oft stecken Depressionen, niedriges Selbstwertgefühl, Misshandlungen oder hundert andere Gründe dahinter.

Umso mehr regt es mich auf, wenn ich sogar mit 25 Jahren von einer Arbeitskollegin, die seit über einem Jahr mit mir zusammen gearbeitet hat (und nebenbei auch nicht den „typischen“ Maßen 90-60-90 entspricht) hinter meinem Rücken als „Fettsack“ oder „Wallfisch“ bezeichnet werde. Und ich gebe zu, das zu erfahren tat weh und hat mich diesen Sommer durchaus auch Kraft gekostet. Aber wenn ich ehrlich bin, es gibt kaum etwas, dass sie sagen oder tun könnte, dass ich mir in all den Jahren nicht schon selbst an den Kopf geworfen habe. Fettsucht beziehungsweise starkes Übergewicht ist nämlich eine Krankheit, eine Krankheit, die man leider wie ein Aushängeschild tagtäglich mit sich rumträgt und für solche Menschen wie diese Kollegin leider eine perfekte Angriffsfläche bietet. Warum genau, weiß ich leider nicht. Ich hatte bis jetzt nicht das Bedürfnis mich als erwachsener Mensch über andere lustig zu machen, vor Allem wenn ich sehe, dass sie viel eher Hilfe benötigen würden.

Hilfe, die auch ich lange nötig hatte – besonders weil ich das Thema Gewicht und Abnehmen einfach mein Leben lang falsch angegangen bin. Richtig stark übergewichtig bin ich eigentlich erst nach meiner Matura und der anschließenden Orientierungslosigkeit geworden, doch auch schon in den Jahren davor hatte ich ein paar Kilo mehr. Nicht wirklich schlimm, aber genug um gleichaltrigen die Chance zu geben sich über mich lustig zu machen und durch die anschließende Flucht ins Essen auch Probierkaninchen für diverse Diäten zu werden. Diäten, die ich aus einem Grund versuchte durchzuziehen, aus Selbsthass, um endlich dünner zu werden und somit dazuzugehören und liebenswert zu sein.

Spulen wir die Jahre ein wenig vor, denn auch diese Gedanken mal stärker, mal schwächer da waren, es waren doch dieselben Gedanken.  Bis ich die Body Positivity Bewegung entdeckt habe. Liebe dich selbst und deinen Körper – gut das habe ich schon öfter gehört, aber für recht überflüssig gehalten. Doch dann gab es plötzlich jemand, der gesagt hat, nein du musst dich nicht einfach nur akzeptieren – du bist kurvig und du bist wunderschön, scharf und alles was du sein willst – Ashley Graham. Und zum ersten Mal konnte ich die Botschaft annehmen, auch wenn ich weit über ihrem Gewicht, ja sogar über einem gesunden Gewicht gelegen bin. Aber das war auch gut so. Durch das neue Selbstbewusstsein und eine bessere Beziehung zu meinem Körper, konnte ich nämlich endlich entdecken, dass Body Positivity für mich nicht einfach bedeutet: „Ja ich bin fett und geil so und wenn euch das stört könnt ihr mich mal“ NEIN! Eine positive Einstellung gegenüber meinem Körper bedeutet auch, ihn das zu geben was er braucht und nicht Selbstverletzung in Form von Fressattacken zu praktizieren. Das bedeutete also eine bessere Ernährung und auch wesentlich mehr Bewegung. Mehr dazu aber ein anderes Mal, kommen wir zurück zur Uhr. Diese Uhr habe ich mir vor mehr als fünf Jahren gekauft mit dem Versprechen sie tragen zu dürfen, wenn ich wieder Herr oder Frau über mein Leben bin und meinen Körper und mich so behandle wie ich das verdiene. Und auch wenn ich noch lange nicht am Ziel bin, mit fast 30 Kilo weniger und innerhalb einer zweistelligen Skalar auf der Waage, bin ich doch auf einem richtig guten Weg!

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