4 Schritte …

4 Schritte …

um auch wirklich den letzten Grinch in Cindy Lou Hoo zu verwandeln:

Ich liebe Weihnachten. So sehr, dass ich in der Schulzeit sogar im September schon Jingle Bells lautstark vor mich hin geträllert habe. Dieses Jahr ist aber irgendwie alles anders. Die Adventszeit ist voll im Gange und der Weihnachtszauber zieht an mir vorbei. Um das zu ändern, habe ich mir letztes Wochenende einen „kleinen Schlachtplan“ überlegt, der mir zurück auf den seligen Weg der weihnachtlichen rosaroten Brille helfen soll. Um den ein oder anderen von euch auch zu „helfen“, habe ich die Schritte gleich niedergeschrieben.

  • Okay fangen wir mit dem „klassischen“ Schritt an. Wien ist zur Weihnachtszeit wahrscheinlich einer der schönsten Städte und platzt geradezu vor lauter süßen Weihnachtsmärkten mit süßen Versuchungen und einer Unmenge an Punsch. Leider platzen eben diese Weihnachtsmärkte gerade aber auch vor Horden an Touristen. Wer also wie ich leider nur abends oder am Wochenende Zeit hat, oder nicht einer von diesen Menschen ist, die gar nicht genug davon bekommen, zwischen wildfremden Menschen, Gebrülle, schreienden Kindern und Geschmatze zerquetscht zu werden, wird auf diesen Märkten jedoch leider nicht glückselig werden – da man hier eher mehr Menschenfeind als verträumten Christkind wird.
    Allen, die auch am Vormittag Zeit haben, oder eben auf solche Menschenmassen stehen, ist auf jeden Fall die „Heilige Triade“ Spittelberg, Karlsplatz und Schönbrunn ans Herz zu legen. Wem es in Schönbrunn zu kalt ist, der findet auch in Belvedere das imperiale Feeling und es gibt dazu sogar einen Photobooth (in den ich natürlich bereits meine ganze Familie gequetscht habe).
  • Solltest du dennoch eisern entschlossen sein das Haus zu verlassen, um dir von draußen ein wenig Weihnachtsfeeling zu holen, du aber alle hellen Stunden in der Arbeit verbringst (*leises Schluchzen*) und ausreichend Mäntel, Schals, Wärmeflaschen und tragbare Heizständer besitzt – bist du gerüstet für den schönsten Spaziergang des Jahres. Vom Stephansplatz aus los, musst du dich zwar am Graben und auf dem Weg zur Hofburg manchmal in den Massen durchboxen, aber spätestens am Ring angekommen, gibt es genug Platz für alle (und auch wesentlich weniger Menschen) und die schönsten Beleuchtungen. Kleiner Tipp: Wenn dir zu kalt wird, steig einfach in den 1er ein und sicher dir einen Fensterplatz!
  • Für alle, denen jetzt nun entweder zu kalt ist, oder die von all den Menschenmassen kurz vor einem Nervenzusammenbruch stehen, habe ich eine gute Nachricht: Alle weiteren Schritte sind auch von Zuhause aus einfach durchführbar. DFangen wir gleich an: Die Weihnachtsplaylist laut aufdrehen, in den Weihnachtsjumper schlüpfen (Was ihr habt sowas nicht? Also ohne meinen Rentier-Onesie geht gar nichts!) und mit wackeligen Bewegungen, die an einen Stromschlag erinnern die Wohnung in all dem weihnachtlichen Kitsch dekorieren, den man in den Kisten aus dem Keller gefunden hat.
  • Wenn bis jetzt nichts geholfen hat, oder deine Weihnachtsdeko samt Kerze aussieht, als würde sie gleich in Flammen aufgehen – gibt es noch eine Möglichkeit. Du schaust dir einen Weihnachtsfilm an. Und nein damit meine ich nicht die ziemlich peinliche Auswahl an Weihnachtsfilmen auf Netflix wie Weihnachts’ Wedding Planner und wie sie alle heißen, sondern die guten, alten Klassiker, für die Netflix die Lizenz verloren hat. Allen voran natürlich Tatsächlich Liebe, der beste Weihnachtsfilm aller Zeiten! Aber auch Liebe braucht keine Ferien, Santa Clause, Während du schliefst oder der Grinch (der aktuelle Kinofilm ist auch sehr niedlich) sind immer eine gute Idee!

 

Diese Liste könnte wahrscheinlich noch wesentlich länger sein (Kekse backen, hallo!). Mir ist aber dieses Wochenende noch einmal richtig bewusst geworden, dass neben dem ganzen Trubel und Geglitzer in der Weihnachtszeit eigentlich nur zwei Dinge so wirklich wichtig sind (und ohne die ist Besinnlichkeit eigentlich so gut wie undenkbar): Zeit für Freunde und Familie und (auf keinen Fall zu verachtend) Zeit für sich selbst.

 

 

 

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